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Authentische Bildsprache

Marleen Dippners Passion: Unternehmensfotografie

Saftig, knackig, knallig – unsere vielfältigen Produkte sind nicht nur geschmacklich top, sondern auch echte Hingucker. Eindrucksvoll setzt Fotografin Marleen Dippner sie für unsere Kanäle immer wieder neu in Szene. Aber nicht nur das! Die Frau hinter der Kamera verantwortet gleichzeitig logistische Aufgaben bei Bösch Boden Spies. Wie es zu dieser Doppelfunktion kam und worauf es in ihren Jobs ankommt, verrät Marleen Dippner im Interview.

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Wie sieht Ihr Job bei BBS aus?

An zwei Tagen der Woche arbeite ich als Fotografin für Bösch Boden Spies, die restlichen drei Tage bin ich in der Logistik tätig.

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Wie sind Sie zur Fotografie gekommen?

2015 gab es eine interne Ausschreibung, um unsere Success Stories zu fotografieren. Daraus entstand ein Fotowettbewerb mit einer neutralen Jury aus Kollegen. Ich konnte den 2. Platz belegen und sah bald das Potential in diesem Bereich. Daraufhin habe ich gemeinsam mit einem unserer Geschäftsführer, Herrn Rund, und der Marketingabteilung den Bereich „Fotografie“ etablieren dürfen.

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Sie arbeiten ja auch noch in der Logistik, wie passt das zusammen?

Gar nicht. Darum ist mein Job in diese beiden Bereiche unterteilt, die ich auch zeitlich trenne. Durch die Unterstützung meines Logistik-Teams habe ich die Rückendeckung, die ich brauche, um diese individuelle Konstellation überhaupt erst möglich zu machen.

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Was muss man bei Ihrer Art der Fotografie beachten?

Natürlich gehört zu allererst viel Liebe zum Detail dazu. Aber auch die passende Ausrüstung, speziell für die Food- und Produktfotografie. Das bedeutet, dass zum Beispiel ein gutes Makro-Objektiv, ein Aufnahmetisch, ein stabiles Stativ, ein Lichtset und vieles mehr benötigt werden.
Kleine Hilfsmittel wie Pinzetten, Pinsel oder Knete, damit die handgemachten Kekse oder Pralinen stabil stehen, habe ich auch immer zur Hand. Bei den Portraits der Kollegen ist es ein Vorteil, dass wir uns persönlich kennen. Das sorgt gleich für eine entspannte Atmosphäre und lockert so manche kamerascheue Person auf.

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Gibt es einen speziellen „BBS Stil“?

Handgemachte Produkte aus natürlichen Rohstoffen sollen auch entsprechend wahrgenommen werden. Bewusst zurückhaltend eingesetzte Bildbearbeitung und ein minimalistisches Setup rücken das Produkt in den Fokus. Natürliche Farben und kleine Macken sind keine Probleme, sondern gehören zu unserem Look. Ein Riss in einer Nuss, Bruchkanten in der Schokolade, ungerade Linien bei den Müsliriegeln – diese „Macken“ hebe ich teils hervor oder gleiche sie charmant an. Immer so, dass das Foto möglichst unbearbeitet aussieht, damit das Produkt seinen natürlichen Look behält.

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Was fotografieren Sie in Ihrer Freizeit gerne?

Am liebsten fotografiere ich Schwarz-Weiß-Portraits in meiner Freizeit. Dafür benutze ich meine analogen Kleinbild- und Mittelformatkameras.

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Was finden Sie an Ihrem Beruf besonders spannend?

Kein Tag ist wie der andere. Mal stellt mich die Logistik vor neue, aufregende Herausforderungen und mal kommen neue Ideen für den Bereich Fotografie auf. Das mir entgegengebrachte Vertrauen und die Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung innerhalb des Unternehmens schätze ich sehr.

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Was sind die größten Unterschiede zwischen Logistik und Fotografie?

Logistisches Fachwissen, Kundenservice, Teamwork und gegenseitiger Support auf der einen Seite. Kreativität, Bildbearbeitungskenntnisse, Ästhetik und Spontanität auf der anderen.

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Welchen Bereich mögen Sie lieber?

Beide Bereiche bieten Möglichkeiten, sich zu entwickeln und einzubringen. Die Logistik bietet mir die Säulen, die ich für die Fotografie brauche. Bei kreativen Herausforderungen gehe ich voll auf! Ich mag es, sehen zu können, was ich kreiert habe – das bietet mir die Fotografie. Diese scheinbaren Gegensätze bilden im Alltag eine Einheit, in der ich meine Fähigkeiten kombinieren kann.

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Welches Produkt war besonders spannend oder anspruchsvoll zu fotografieren?

Besonders spannend war es für mich, unsere Bildsprache mitzuentwickeln. Der Weg zum finalen Look eines Motivs ist immer anspruchsvoll – weil es etwas Neues ist, was sich in Zusammenarbeit mit dem Marketing entwickelt.

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Welches Motiv würden Sie gerne mal vor die Linse bekommen?

Künstler jeglicher Art und beeindruckende Persönlichkeiten faszinieren mich sehr. Ich hätte wirklich gerne ein Portrait von Marilyn Monroe oder Johnny Cash gemacht.