Starke Lebensmittel-Trends mit Potenzial.

Immer mehr Konsumenten achten heute darauf, was in ihren Lebensmitteln steckt und wie sie sich bewusster ernähren können. Viele wünschen sich Produkte mit einem funktionellen Mehrwert. Andere suchen ein komplett neues Geschmackserlebnis. Wieder andere möchten auf bestimmte Inhaltsstoffe verzichten.

Teil unserer Arbeit ist es, solche Trends zu erkennen, um dann auf die sich stetig ändernden Bedürfnisse mit der Entwicklung neuer Produktkonzepte zu reagieren.

Eine Auswahl der aktuell wichtigsten Trends in der Lebensmittelbranche haben wir hier zusammengestellt.

Clean supreme

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Bei den Konsumenten sind in den letzten Jahren die Ansprüche an ein Produkt deutlich gestiegen. Sie möchten die Produkte verstehen und ihre Wertschöpfung möglichst genau verfolgen können. Aus diesem Grund erfährt das bereits zu einem weltweiten Standard gewordene Clean Label mit Clean Supreme eine Erweiterung. Clean Supreme entspricht einem ganzheitlichen Ansatz, der nach Transparenz über die gesamte Wertschöpfungskette verlangt.

Plain sophistication

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Für Genussprodukte in Premiumqualität sind Verbraucher bereit, mehr Geld zu bezahlen. Hier vertrauen sie vor allem auf bekannte Marken, wünschen sich von diesen zugleich aber auch etwas Neues. So geht der Trend bei Produkteinführungen wieder zurück zu den Ursprüngen einer Marke – die durch klassisches Branding und Packaging betont werden. Auf diese Weise gelingt es etablierten Markenherstellern, ihr Portfolio durch Premiumprodukte mit authentischem Charakter zu ergänzen.

Body in tune

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Viele Verbraucher setzen heute auf ganz individuelle Ernährungsregeln. Sie sind aufgeklärt über Produkte und Zutaten, die ihnen gut bekommen, und bevorzugen diese bei der Erstellung ihres personalisierten Speiseplans. Dabei greifen sie zudem auf Erfahrungswerte zu Free-From-Produkten und speziellen Ernährungsformen – wie zum Beispiel Paleo – zurück und legen großen Wert auf hochwertige Zutaten, die gesund sind: Proteine, Fruchtzutaten und Ballaststoffe.

Sugar under pressure

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Die Lebensmittelindustrie steht unter Druck, die Menge von zugesetztem Zucker in Produkten nachweislich zu senken. Aber oftmals führt eben genau dieser zugesetzte Zucker zu dem Grad an Süße und zu dem Geschmack, den die Konsumenten so mögen. Es besteht also die Herausforderung, den Anspruch an genussvolle Produkte und saubere Zutatenlisten zu vereinen. Hier bieten unter anderem Fruchtrohstoffe eine Lösung für Produkte mit attraktiven Geschmacksprofilen und natürlichen Zutaten.

Snackification

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So unterschiedlich wie die einzelnen Momente im Tagesablauf, so unterschiedlich sind auch die Anforderungen an das entsprechende Essen. Weil es manchmal nur etwas Kleines sein soll, hält der Snack-Trend an und erschließt alle Lebensmittelkategorien. Die Produktpositionierungen erfolgen abhängig von den Verzehrgelegenheiten über den gesamten Tag: Ob zum Frühstück, nach dem Sport, bei der Arbeit oder am Abend – es gibt für alle Gelegenheiten das passende Snackprodukt.

Kids in focus

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In Familien haben Kinder großen Einfluss auf den täglichen Speiseplan. Seitdem die Lebensmittelindustrie sie als wichtige Zielgruppe entdeckt hat, gehören die Zeiten von Quengeleien immer häufiger der Vergangenheit an. Durch kindgerechtes Packaging werden die Konsumenten von morgen spielerisch früh an gesunde Zutaten herangeführt. So werden beide Zielgruppen – Eltern und Kinder – zufriedengestellt. Und die junge Generation ist inzwischen besser aufgeklärt über gesunde Lebensmittel und abwechslungsreiche Ernährung, sie ist offen für neue Produkte sowie Geschmackserlebnisse und sie beeinflusst die Eltern beim Kauf von liebgewonnenen und authentischen Produkten.

Seeds of Change

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Das Interesse der Verbraucher an Saaten ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Chia und Quinoa, die lange Zeit in vielen Ländern völlig unbekannt waren, haben sich mittlerweile ihren Weg in verschiedenste Lebensmittelkategorien gebahnt und haben auch den Weg für traditionellere Saaten wie Mohn, Sesam und Leinsamen geebnet. Sie sind eine natürliche Quelle für Geschmack und Textur und bieten mit ihrem hohen Proteingehalt einen Mehrwert für die Gesundheit. Dank des gesunden Images dieser Wundersaaten haben es einige inzwischen sogar bis ins Getränkeregal geschafft.

Strong growth for clean label

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Clean Label ist zu einem weltweiten Standard geworden: Große Lebensmittelhersteller planen, zukünftig alle künstlichen Farbstoffe von ihren Zutatenlisten verschwinden zu lassen. Darüber hinaus möchten sie ihr Sortiment mit Reformulierungs-Strategien an die neuen Verbraucheranforderungen anpassen. Viele Hersteller nutzen diese Entwicklung, um beispielsweise auf natürliche Farbgeber umzusteigen und so auch die steigende Nachfrage nach Frucht- und Gemüsezutaten zu erfüllen.

Free from all

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Neueste Produkteinführungen werben heute oft mit den Zutaten, die nicht in den Produkten enthalten sind. Glutenfrei und lactosefrei sind nur zwei der Deklarationen, die derzeit einen Hype erfahren. Selbst Verbraucher, die keine Unverträglichkeiten haben, bevorzugen mittlerweile Free-From-Produkte. Die Lebensmittelindustrie reagiert auf diese Nachfragewelle und lanciert glutenfreie, lactosefreie und vegane Produkte, wann immer es möglich ist. Dadurch werden zunehmend natürliche Zutaten eingesetzt, die diesen Kennzeichnungen entsprechen.

The „Flexitarian effect“

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In den westlichen Märkten bilden Vegetarier zwar noch die Minderheit der Konsumenten, aber auch Normalverbraucher reduzieren aus Tierschutz- und Nachhaltigkeitsaspekten ihren Fleischkonsum immer weiter. Der Anspruch dieser Verbraucher ist hoch – sie wünschen sich Produkte, die innovativ und geschmacksintensiv sind und zusätzlich einen guten Fleischersatz darstellen. Fruchtrohstoffe erfahren durch diesen Konsumentenanspruch eine größere Nachfrage und werden aufgrund ihres Geschmacks- und Texturprofils sowie ihrer gesundheitlichen Aspekte fortlaufend beliebter.

Green light for vegetables

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Verbraucher sind sich zunehmend darüber bewusst, dass Gemüse ein wesentlicher Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung ist. Für die Lebensmittelindustrie bietet das die spannende Chance, Gemüse in ein neues Licht zu rücken. Smoothie-Produzenten machen es hier der Industrie schon vor. Denn Früchte werden dem Gemüse oft bevorzugt – aber durch die Kombination beider Komponenten ergeben sich etliche Möglichkeiten für innovative Produkte mit Gemüsezutaten. Über diese können auch Kinder an gesunde Ernährungsalternativen herangeführt werden.

Value added fruit

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In den letzten Jahren haben Fruchtzutaten einen enormen Aufwind bekommen. Denn die Zugabe von konservierten Früchten zu Produkten aller Lebensmittelkategorien führt nicht nur zu neuen attraktiven Geschmacksvarianten, sondern wird auch dem Anspruch an eine gesündere Ernährung gerecht. Die Mehrwerte, die Produkte hierdurch erhalten, erfüllen aktuelle Konsumentenwünsche zu Produktkategorien wie Schokolade, Joghurt, Müsli und Müsliriegeln. Besonders Früchte mit einem erwiesenen gesundheitlichen Mehrwert wie Cranberrys, Blaubeeren und auch exotische Früchte wie Goldenberries sind für Lebensmittelhersteller eine gute Möglichkeit, ihren Produkten ein neues Image zu geben, das für gesunden Genuss steht.

Creating a real link

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Millennials sind eine wichtige Zielgruppe bei den heutigen Produktentwicklungen. Sie schätzen authentische Produkte und Marken mit einer Geschichte dahinter. Dieser Anspruch geht über bloße Produktzertifizierungen hinaus und fordert eine nachhaltige Entstehung des Produktes. Millennials achten beim Kauf auf Marken, bei denen deutlich wird, dass Produkte unter fairen Bedingungen für alle Beteiligten hergestellt wurden. Neben der Authentizität des Produktes steht für sie auch die Nachfrage nach immer ausgefalleneren Geschmacksnoten im Fokus. Fruchtzutaten als klassische Naturprodukte von Lieferanten, die mit Farmer-Kooperativen faire Bedingungen in der gesamten Wertschöpfung gewährleisten, sind eine optimale Antwort auf diese Bedürfnisse.

Small players, big ideas

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Die Lebensmittelindustrie begegnet heute vielen neuen Mitbewerbern: Immer mehr Start-up-Unternehmen greifen die Ansprüche von neuen Zielgruppen auf und bedienen sie mit innovativen Produktentwicklungen. Diese kleinen Unternehmen agieren schnell und zielgerichtet und stellen somit eine erstzunehmende Konkurrenz für die großen Lebensmittelkonzerne dar.

Beyond the athlete

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Hersteller von Sporternährungsprodukten haben erkannt, dass sie ihre Zielgruppe um ernährungsbewusste Konsumenten erweitern können. Auf der anderen Seite haben die Verbraucher erkannt, welchen Vorteil Sporternährungskomponenten bieten. Sie schätzen den enthaltenen, hohen Proteinanteil sowie die energiefördernden Inhaltsstoffe und integrieren deshalb Sportriegel und proteinreiche Müslis in ihren täglichen Speiseplan. Das bietet den entsprechenden Herstellern von Sporternährung die Möglichkeit, neue Kategorien zu erobern und über die üblichen Geschmackssorten wie Schokolade- und Vanille hinauszugehen.

The indulgence alibi

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Einige Produktkategorien, wie zum Beispiel Schokolade und Desserts, lassen keine Positionierung der Produkte über rein gesundheitliche Mehrwerte zu. Doch gerade gesundheitsbewusste Konsumenten suchen beim Verzehr von Genussprodukten nach einer Rechtfertigung ­– sie wollen sich nicht ganz so schuldig fühlen, wenn sie mit einem Stück Schokolade gesündigt haben. Ein klassisches Genuss-Alibi kann ihnen durch qualitativ besonders hochwertige Zutaten geboten werden. Beispielsweise Schokolade mit ganzen Fruchtstücken oder Nüssen. Denn diese Zutaten sind gesund. Aber auch kleinere Verpackungsgrößen, bei denen der Genuss beschränkt ist, finden bei den Konsumenten großen Anklang.

Taste for new experiences

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Rund um den Globus steigt die Nachfrage nach exotischen, authentischen und originellen Produkten. Gerade Konsumenten, die viel gereist sind, probieren gern neue Geschmacksrichtungen und Produkttexturen aus. Dieser Trend reicht in alle Lebensmittelkategorien hinein und gibt viel Raum für Produktinnovationen und Sortimentserweiterungen. Früchte mit exotischem Charakter und in bisher unbekannten Kombinationen sind nur ein Beispiel für eine Antwort auf diese Entwicklung.